Wiko kommt in Deutschland immer besser in Fahrt und dank der Modelloffensive steigt auch die Bekanntheit der Marke. Mit dem Wiko Wax kommt jetzt das erste LTE fähige Gerät.

Vormals zeichnete Wiko Handys drei Dinge aus: Ein gutes Preis Leistungsverhältnis, solide aber günstige Ausstattung und die Möglichkeit zwei SIM Karten zu benutzen.

Von  zwei dieser Punkte unterscheidet sich das Wax grundlegend. Welche das sind erfahrt ihr in folgendem Test.

wiko_wax

Lieferumfang:

Bilder sagen mehr als tausend Worte daher hier ein kleines Unboxing-Video damit ihr euch ein erstes Bild machen könnt.

 

Im Paket enthalten:

  • Akku
  • Headset mit verschiedenen Ohr-Aufsätzen für besseren Tragekomfort
  • Ladegerät mit USB Kabel
  • Handbuch
  • SIM Karten Adapter

 

Optik und Haptik

Für ein LTE Handy unter 200 Euro fühlt sich das Wax erstaunlich gut an. Der Formfaktor liegt gut un der Hand. Die Maße sind 140,1 x 67,5 x 8,8 mm. Wiko hat alle Bedienelemente auf die rechte Seite gesetzt. Dadurch und durch die Riegel Form lässt es sich leicht mit einer Hand per Daumen bedienen.

Die Gehäuserückseite besteht aus Plastik mit einer Soft-Touch Oberfläche. Diese fühlt sich gut und griffig an allerdings liegt die Plastikschale nur am Rand fest auf und bildet so in der Mitte einen Hohlraum. Das stört zwar nicht weiter wirkt aber etwas billig.

Mit 119 Gramm ist das Wiko Wax ein Leichtgewicht und dank dem ergonomischen Formfaktor und der griffigen Oberfläche wird man nicht müde es zu benutzen.

Natürlich kann das Wax nicht verbergen, dass es eher zu den günstigeren LTE Smartphones gehört aber es ist schön das Wiko versucht ein ansprechendes Design zu bieten. Kleine Chrom-Einlagen wie den Wiko Schriftzug, der Rahmen um die Kameralinse und die Chrom-Leiste am unteren Ende des Smartphones lassen das Wax hochwertig wirken.

 

Akku

Mit 2000 mAh besitzt das Wax keinen riesen Akku aber einen in dieser Preisklasse üblichen. Man sollte nicht vergessen das anders wie bei vielen Premium Smarphones hier der Akku auch zu tauschen ist.  Wiko gibt hier folgende Werte an:

  • STANDBY-ZEIT : Bis zu 162 Std.
  • GESPRÄCHSZEIT : Bis zu 14.8 Std. (2G) / 8,6 Std. (3G)

In der Praxis ist es aber deutlich weniger. Mit normaler Benutzung kommt man gerade so über den Tag ohne laden zu müssen. Das letzte Firmwareupdate verbesserte den Energieverbrauch  allerdings deutlich. Dazu aber später mehr.

 

Display

Hier bietet das Wax für den Preis ein echt tolles Display. Der kapazitive IPS TFT Touchscreen umfasst 4,7 Zoll Diagonale mit einer Auflösung von 1280×720 Pixeln. Das entspricht 315 Pixeln per Inch was in diese Preisklasse ein ordentlicher Wert ist.
Zudem wird das Wax Display von Corning Gorilla Glass geschützt.

In grellem Sonnenlicht muss man die Helligkeit deutlich nach oben drehen um etwas lesen zu können. Die Blickwinkelstabilität ist auch nicht berauschend aber noch ok. Insgesamt könnte das Wiko Wax etwas mehr Helligkeit vertragen. Die Farben sind bei der Konkurrenz zum Teil etwas poppiger aber dafür muss man dann auch mehr bezahlen.

Alles in allem ein gutes Display. Behält man den Preis im Auge den Wiko aufruft ist es sogar ein sehr gutes Display.

 

Innere Werte des Wiko Wax

Der Nvidia Tegra 4i Quadcore mit je 1,7 GHz ist wirklich ein Sahnestück. Benchmarkergebnisse zeigen das der Nvidia Prozessor besonders was Grafikleistung angeht in der Preisklasse die Nase vorne hat.

Der internet Speicher von 4GB ist natürlich winzig aber wofür hat man einen SD Karten Slot? Mit diesem lässt sich das Gerät um weitere 32 GB aufrüsten.

Der Arbeitsspeicher ist mit 1 GB Ram natürlich viel zu klein aber irgendwie muss der günstige Preis ja zu halten sein. Es ist also zu empfehlend as nicht zuviele Anwendungen gleichzeitig im Hintergrund laufen.

Weitere Ausstattungsmerkmale neben WLAN, Bluetooth 4.0, GPS und HSPA ist wie bereits erwähnt LTE. Den schnellen Internet Datenturbo in einem Handy unter 200 Euro ist schon etwas besonderes besonders wenn man die andere sehr gute AUsstattung im Hinterkopf behält.

In der Praxis macht das Wiko leistungstechnisch eine gute Figur allerdings mit einigen Einschränkungen.

Leider kommt es immer wieder zu Aussetzern beim Multitasking. Manche Apps aufzurufen dauert eine gefühlte Ewigkeit. Eigentlich sonderbar wenn man an den echt flotten Prozessor denkt. Zu erklären ist das ganze wahrscheinlich durch zwei Dinge. Erstens ist der Arbeitsspeicher mit 1 GB Ram sehr klein und da muss unter Umständen viel nachgeladen werden. Zweitens ist der Nvidia Chip der erste dieser Art den Wiko verbaut. Ganz scheinen die Entwickler die Plattform noch nicht im Griff zu haben. Zu beginn des Test war auch der Akkuverbrauch viel zu hoch. Mittlerweile nach diversen Firmware Updates läuft das Smartphone wieder viel runder und der Akkuverbrauch hat sich auch in normalen Bahnen eingepegelt. Trotzdem kommt es immer wieder zu kurzen Lags. Die Tatsache das ich nach der Erstinbetriebnahme des Geräts hintereinander drei Firmware Updates aufspielen musste scheint meine Theorie zu stützen. Die Wiko Entwickler scheinen also noch eine Menge Arbeit in das Gerät zu stecken nur so ist die Update Häufigkeit zu erklären.

 

Nutzeroberfläche und Bedienung.

Wiko lässt die Oberfläche wie gewohnt sehr nah am Android Original. Ein paar Nvidia Apps wie die Tegra Zone, ein paar zusätzliche Nvidia Einstellungen im Gerätemenü und ein paar vorinstallierte Apps sonst ist alles Original.

Praktisch ist die Funktion das Handy zeitgesteuert an und aus zu schalten für alle die sich nachts nicht ihre Portion Strahlung vom Handy auf dem Nachttisch gönnen wollen.

 

Gesprächsqualität

Hier kann man sagen das sich das Gerät im absoluten Durchschnitt bewegt. Kaum hörbares Rauschen und eine angenehme Lautstärke

 

 

Kamera

Die Frontkamera besitzt 8 Megapixel und wird durch einen hellen LED Blitz unterstützt. Die Kamera macht bei Tageslicht wirklich gute Bilder. In dunkler Umgebung schafft es der eingebaute Blitz recht gute Ergebnisse abzuliefern. Probleme bereitet Mischlicht. Bei unterschiedlicher Helligkeit z.B. bei Hellen Lichtern oder dem Himmel im Hintergrund fehlt es an Dynamikumfang. Ich habe diverse alternative Kamera Apps ausprobiert und diese kommen mit der Bilddynamik deutlich besser klar. Also sollte man sich hier nach eienr Alternative umschauen. Die sonstigen Funktionen der Wiko Kamera App sind dagegen super. HDR Aufnahmen, Farbfilter etc sehen super aus.

Etwas besonderes ist die 5 Megapixel Frontkamera für Selfie Fans.

Videos sehen beim Wax sehr gut aus. Mich hat etwas gestört das sobald ein Video aufgezeichnet wird der Blickwinkel um ein paar Grad verkleinert wird. Dadurch ist es schwerer richtig zu „zielen“

Der Ton ist zwar etwas flau aber FullHD Videos in dieser Preisklasse sollten dafür entschädigen.

 

 

Fazit

Das Wiko bietet für 199€ erstaunliche Ausstattung. Prozessor, LTE, Display und Kamera im Paket sind in der unter 200 Euro Klasse einzigartig. Leider scheint es Probleme mit dem Nvidia Chipsatz zu geben allerdings hat sich hier die Performance dank zahlreicher Updates ständig verbessert. Das Wiko Wax hat ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und ist zu empfehlen für alle die sich von durch den einen oder anderen Aussetzer nicht aus der Ruhe bringen lassen. Schafft es Wiko das Gerät weiter zu verbessern dann gibt es in dieser Preisklasse kein vergleichbar gutes Smartphone. Der Konkurrenz fehlt entweder LTE, ein HD Display oder der schnelle Prozessor.

Weitere Infos:
http://de.wikomobile.com
http://www.facebook.com/Wiko.Germany

 

Technische Daten:

• LTE (4G)
• 4,7 Zoll HD IPS-Display (1280×720 Pixel)
• Quad-Core CPU (1,7 GHz), NVIDIA® Tegra® 4i
• TegraZone integriert*
• Android 4.3 (Jelly Bean)
• 8 MP Kamera
• Flash LED, HDR, Gesichserkennung
• 5 MP Frontkamera
• 4 GB Speicher, 1 GB RAM
• Unterstützt Micro SD Karten bis zu 32 GB
* TegraZone ist ein Webportal für WAX-optimierte
Spiele mit Tegra 4i Prozessor.
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Wiko Wax LTE

ab €199
Wiko Wax LTE
5.5

Endnote

6/10

    Pros

    • Preis
    • LTE
    • Flott beim spielen
    • Display
    • gute Kamera

    Cons

    • Manchmal träge und unrund
    • mäßiger Akku