Die Firma Sage ist für ihre Business-Software Lösungen seit Jahrzehnten bekannt und geschätzt. Im Zuge des Cloud Trends hat auch Sage mit Sage One eine SaaS-Lösung für die Buchhaltung in Unternehmen entwickelt.

In diesem Artikel teste ich die einzelnen Module und zeige auf für wen sich diese Online-Buchhaltung-Software eignet.

Auf der Website sageone.de kann sich der Unentschlossene registrieren und den Dienst 30 Tage lang testen was man auch auf jeden Fall tun sollte.

Zur Verfügung stehen drei Module: Namentlich sind das Angebot und Rechnung, Finanzen und Buchführung sowie Lohn und Gehalt. Alle Module lassen sind einzeln oder zusammen buchbar. Will man das Modul Finanzen und Buchhaltung nutzen ist das Modul Angebot und Rechnung erfreulicherweise im Preis enthalten.

Modul Angebot und Rechnung

Dieses Modul bekommt man für 9,95 Euro zzgl. MwSt. im Monat. In Angebot und Rechnung lassen sich leicht Kunden und Lieferanten anlegen sowie Produkte und Dienstleistungen eintragen die man dann mit wenigen Mausklicks auf einer Rechnung vereint. Die erstellte Rechnung lässt sich recht einfach optisch wie inhaltlich anpassen. Die Übersicht über Ein- und Ausgaben ist gut gelungen. Ein weiterer Pluspunkt ist das integrierte Onlinebanking. Damit hat man schnell im Blick wie es um die Zahlungsmoral der Kunden aussieht und kann gegebenenfalls eine Mahnung senden. Eigene Überweisungen sind auch kein Problem.

Modul Finanzen und Buchhaltung

Wie bereits erwähnt ist das Modul Angebot und Rechnung in diesem Modul bereits enthalten und kostet 16,95 Euro zzgl. MwSt. monatlich. Darüber hinaus bietet das Modul zusätzlich alles was man für die Unternehmensbuchhaltung braucht ohne überladen zu sein. Umsatzsteuervoranmeldung und GuV Rechnung lässen sich direkt mit Elster abgleichen. Eine DATEV Schnittstelle für den Steuerberater ist auch vorhanden.Viel Komfort für die alltäglichen Geschäftsvorgänge. Besondere Buchungssätze wie z.B. Abschreibungen etc. müssen allerdings per Auswahlmenü zusammengeklickt werden machen allerdings im Geschäftsleben wahrscheinliche weniger als 5% der Buchungen aus

Modul Lohn und Gehalt

Mit diesem Modul lässt sich die gesamte Personalverwaltung ins Paket integrieren. Das Paket erfasst Fehlzeiten und enthält alles was man für die Verwaltung seiner Angestellten benötigt.

Workflow

Wenn man sich das erste Mal anmeldet und sonstige Buchhaltungssoftware kennt kommen es einem so vor als würden ein paar Schaltflächen fehlen. Bei genauerem hinsehen bemerkt man aber schnell das absolut alles vorhanden ist. Alles ist sehr Intuitiv gestaltet und übersichtlich.

Die wichtigsten Vorgänge sind in Sekunden erledigt:

  • Anlegen von Kunden und Artikeln
  • Auftragsbearbeitung
  • Umsatzsteuervoranmeldung
  • Automatisierte Buchhaltung mit Belegen
  • Online-Banking

Bei etwas komplizierteren Dingen muss man selbst etwas buchhalterisches Wissen einbringen. Ich würde mir eine Art Assistent wünschen der einem bei der Erstellung gewisser Buchungssätze hilft. Ganz typisch wäre z.B. Abschreibungen auf Büroausstattung oder KFZ. In jedem Fenster gibt es eine Hilfefunktion. Leider ist hier die Hilfe nicht kontextabhängig sondern verlinkt immer auf das gleiche Hilfe Manuskript. Da gibt es heute bessere Lösungen. Wenn ich in ein Feld klicke sollte eigentlich irgendwo eine kleine Erklär-leiste mit weiterführenden Informationen aufklappen.

Positiv ist noch zu bemerken das es keine Mindestvertragslaufzeit gibt und das Angebot somit monatlich kündbar ist.

Fazit:

Sage One bietet mit Buchhaltung, Kontoführungssoftware und dem Modul Angebot und Rechnung eine Menge. Wer möchte kann Lohn und Gehalt hinzubuchen und hat somit eine vollständige Firmenlösung aus einer Hand. Für den normalen Einzelunternehmer sind 200€ im Jahr (Modul Angebot und Rechnung sowie Buchhaltung) trotzdem viel Geld.

Schade das die Software hier nicht etwas mit der Betriebsgröße und der Anzahl Buchungen und Kunden skaliert. Wie bei eigentlich allen Buchführung Software as a Service Angeboten soll diese Software für 1-20 Mitarbeiter ausgerichtet sein. Denkt mal etwas darüber nach bemerkt man schnell das zwischen einem Einzelunternehmen und einer Firma mit 20 Angestellten unter Umständen Differenzen von Millionen Euro Umsatz liegen. Ein kleines Kiosk muss um 200 Euro zu erwirtschaften eine Menge Wurstbrötchen verkaufen.
Dabei wäre es doch wirklich einfach bei solch einer Cloud Lösung auch für Startups und nebenher Selbstständige etwas zu bieten. Diese scheint man leider nicht als mögliche Kunden ins Auge zu fassen. Schade eigentlich. Mit besseren Hilfe Funktionen die gleichzeitig etwas Buchhaltungswissen vermitteln könnte die Software wirklich punkten. Denn an sich ist das Konzept durchdacht und weiß zu gefallen. Immerhin bietet Sage aber Webinare um den Einstieg zu erleichtern. Ein paar Assistenten wären trotzdem toll.

Der Import von Daten scheint auch nur händisch möglich zu sein. Da erwarte ich eigentlich mehr an ein solches Produkt.

Für Leute mit ein Wissen über Buchführung mit einem laufenden Geschäft absolut zu empfehlen und eine große Zeitersparnis. Für Anwender ohne Vorwissen die sich gerade selbstständig gemacht haben und jeden Euro zweimal umdrehen müssen mit Abstichen geeignet. Hier muss höchstwahrscheinlich zusätzlich ein Steuerberater hinzugezogen werden. In diesem Fall kann man aber trotzdem über das Modul Angebot und Rechnung nachdenken.

http://www.sageone.de/

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