Wie jeder Student hatte auch ich mit den beengten Verhältnissen in meiner Studentenwohnung zu kämpfen. Für vieles war einfach kein Platz und so ging man Kompromisse ein. Ein paar Boxen und der Laptop wurde zur Musikbox, DVDs hat man sowieso direkt auf dem Notebook geschaut und mit Internetanschluss und den unzähligen Videos im WWW war der Laptop auch gleich noch Fernsehersatz wenn man nicht ohnehin per TV karte fernsehen konnte. Jeder Student muss wenigstens einmal in seinem Studium vor versammelter Mannschaft eine Präsentation halten und die Tastenkombination ALT + F5 um vom Notebook Bildschirm auf den Beamer umzuschalten gehören zum Standard Repertoire. Irgendwann kauft man sich dann einen großen Fernseher, einen Festpatten Recorder, und ein Blu-ray Player verdrängt den  angestaubten DVD Player im Fernsehschrank. Irgendwie ein Schritt zurück oder? Man hat zum einen viele Einzelgeräte rumstehen die alle noch ordentlich Geld kosten und zum anderen können die Geräte nicht mal  soviel wie unser Laptop. Ein HTPC muss her! Ein sogenannter Home Theater Personal Computer oder Media Center PC vereint alles was unser Laptop in der Studentenbude konnte in einem wohnzimmertauglichen Gehäuse. Es ist doch auch wirklich vorsintflutlich wenn man heute noch anfängt das Fernsehprogramm im Videotext nachzusehen anstatt gleich im Internet auf die Seite des Senders zu surfen. Dank YouTube, Myvideo und anderer Videoportale ist es heute schon kein Problem direkt über das Internet zu Fernsehen und nicht nur kleine Clips sondern ganze Filme und das größtenteils kostenlos. Wenn man den HTPC nicht noch zum spielen nutzen will kann man auch mit schmalem Geldeutel ein tolles System auf die Beine stellen. Mein erster HTPC bestand fast vollständig aus ausrangierten Computerteilen. Ein 2500 MHz Athlon Prozessor mit 1Gb Ram und einer passiv gekühlten Grafikkarte reichten aus um alle oben beschrieben Sachen von der Couch aus zu genießen.  Irgendwann hab ich mir noch ein schönes Gehäuse und eine günstige ATI HD 2900 Pro Grafikkarte gekauft. Mit einer günstigen Soundkarte mit optischem Datenanschluss und einen 5.1. Dolby Surround Receiver sowie meiner bereits erwähnten Grafikkarte konnte ich sogar Blu-rays ansehen. Mein Blu-ray Laufwerk kostete damals ca. 100€ mit der Blu-ray “Casino Royal” im Paket. Einen Blu-ray Player bekam man zu der Zeit erst ab mehreren hundert Euro.

Das kann heute ein HTPC (Quelle: Wikipedia):

  1. Abspielen von Video/Film (CD, DVD, HD-DVD, Blu-ray Disc und andere Formate)
  2. Abspielen von Musik (CD, MP3 u. a. Formate)
  3. Aufnahme von TV/Radio-Sendungen (vergleichbar mit einem Festplattenrekorder)
  4. Electronic Program Guide: Digitale Programmzeitschrift
  5. Media-Server (Versorgung anderer im Haus verteilter Clients mit Multimedia-Daten)
  6. Internet-TV wie z. B. Maxdome, ARD/ZDF-Mediathek usw.